Im Wandel der Zeit.

| Von der reinen Versorgung zur individuellen Pflege

Hospital Sankt Spiritus

 

Hier erfahren Sie etwas über die Geschichte unserer Einrichtung, die bis ins das Jahr 1256 zurück verfolgt werden kann. In der Tat, stand, wie auch der Name „Stift zum Heiligen Geist“ schon verrät, unser Haus in den ersten Jahrhunderten, neben dem großen städtischen, auch unter dem Einfluss der katholischen Kirche. Die Stadt wie auch die Kirche sahen sich in der damaligen Verantwortung für sozial Schwache zu sorgen. So entstand zunächst das „Hospital Sankt Spiritus“ auf Initiative des Bischofs Wedekind von Minden, der alle Gläubigen der Stadt Hannover um Geldspenden für ein Hospital bat. Da das Hospital zu Ehren des Heiligen Geistes errichtet werden sollte, erklärt sich auch die spätere Namensgebung, die traditionell bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist. Bis 1895 allerdings hieß das Hospital Sankt Spiritus. Es nahm zur damaligen Zeit Kranke und Hilfsbedürftige auf, aber auch Auswärtige auf der Durchreise.

Vom Rat der Stadt eingerichtet und von der Kirche stets gefördert, war es eines der größten kommunale Wohltätigkeitseinrichtung seiner Zeit in Hannover.

 

Lage und Bewirtschaftung in der Altstadt

 

Das erste Stiftsgebäude befand sich in der Nähe der Marktkirche, am Ende Knochenhauerstr. Schnittpunkt Schmiedestraße. Es gab drei Wohnhäuser, Wirtschaftsgebäude, Ställe, eine Backstube und alles was nötig war, das Haus zu bewirtschaften. 1284 kam die Garnisonskirche (Calenberger Neustadt) als eigene Kirche hinzu. Genutzt wurde sie für die Soldaten, die sich in der Stadt aufhielten.
Der Erwerb und die Bewirtschaftung von Grundbesitz, war die wirtschaftliche Grundlage des Stiftes. Von der Gründung bis ins 19. Jahrhundert. Viele Adlige mit Wald, Land, und Höfen, beschenkten das Stift. Bis zum Ende des 14. Jahrhunderts kamen sechs Mühlen in den Besitz des Stiftes.

Vom Hospital zum Altersruhesitz

Zunächst hatte das Stift vor allem die Funktion eines Hospitals. So wurde Aufenthalt nur für Erkrankte gewährt. Erst ab 1400 entstanden erste feste Wohnplätze, sogenannte Prövener, Verarmte, ehemalige Ratsherren, Burmester, Polizei und Bauherren der Stadt beispielsweise sowie deren Ehefrauen erhielten bevorzugt Unterkunft.

Vier besonders gut ausgestattete Domizile wurden Anfang des 15. Jahrhunderts eingerichtet, hier handelte es sich um die  „Fürstenpröven, die den Landesherrn vorbehalten waren. Aber auch alte alleinstehende Frauen fanden neben den  privilegierten Bewohnern einen Unterkunft, allerdings zunächst nur eine Gruppe von vierundzwanzig Frauen in einer großen Stube. Da sich der Bedarf ständig  erhöhte richtete sich der Hannoversche Rat um 1750 weiter Frauenwohnplätze ein.

 

| Von der Altstadt in die Südstadt

Die städtischen Kollegien beschließen das Stiftgelände in der Altstadt aufzugeben. Auf der noch damals unbebauten Bult, am Rande der heutigen Südstadt sollte zur gleichen Zeit mit dem „Rats- und von –Soden- Kloster“ ein Neubau errichtet werden. Dies war die wichtigste Entscheidung in der Geschichte des Stifts zum Heiligen Geist.Architekt Karl Börgemann gewann den Zuschlag für die neue Wohnanlage. Das Gebäude wurde im neugotischen Stil erbaut. 220 alte Menschen, überwiegend Frauen, erhielten in dem neuen Stift eine Wohnunterkunft, in der sie bis zur ihrem Tod bleiben konnten.

 

Aufnahmebedingungen

Dreihundert Reichsmark und ein Sterbegeld waren einzuzahlen, um den Unterhalt zu sichern. Kosten darüber hinaus, wurden dem Vermögen des Stiftes entnommen oder vom Magistrat getragen. Erst 1961 wurden mit Einführung des Bundessozialhilfegesetzes diese Regeln aufgehoben.

1968 veröffentlichte die Städtische Altenhilfepolitik nach ersten Reformansätzen ihren ersten Altenplan.
„Aktivität und Selbstbestimmung im Alter“ hieß die neue Devise und sollte, die bis dahin einfachen Gewährung von Obdach und Versorgung, verdrängen. Die Idee und der Anspruch „das Leben bis ins hohe Alter selbst zu gestalten“, schloss den Wunsch nach einem angenehmem Wohnen ein. Bis auf die Fassaden wurde das Stift umgebaut und neu gestaltet.

Vierundsiebzig Einzelzimmer und acht Doppelzimmer, mit je einem Duschbad, sind einem modernen technischen Standard entsprechend, unter planerischer Mitwirkung des Städtischen Hochbauamtes, entstanden.

Lage und Bewirtschaftung in der Altstadt

Die städtischen Kollegien beschließen das Stiftgelände in der Altstadt aufzugeben. Auf der noch damals unbebauten Bult, am Rande der heutigen Südstadt sollte zur gleichen Zeit  mit dem „Rats- und von –Soden- Kloster“  ein  Neubau errichtet werden. Dies war die  wichtigste Entscheidung in der Geschichte des Stifts zum Heiligen Geist.Architekt Karl Börgemann gewann den Zuschlag für die neue Wohnanlage. Das Gebäude wurde im neugotischen Stil erbaut. 220 alte Menschen, überwiegend Frauen, erhielten in dem neuen Stift eine Wohnunterkunft, in der sie bis zur ihrem Tod  bleiben konnten.

Konzeptionelle Neuorientierung im Stift

1968 veröffentlichte die Städtische Altenhilfepolitik nach ersten Reformansätzen ihren  ersten Altenplan.
„Aktivität und Selbstbestimmung im Alter“ hieß die neue Devise und sollte, die bis dahin  einfachen Gewährung von Obdach und Versorgung, verdrängen. Die Idee und der Anspruch „das Leben bis ins hohe Alter selbst zu gestalten“,  schloss den Wunsch nach einem angenehmem Wohnen ein.  Bis auf die Fassaden wurde das Stift  umgebaut und neu gestaltet.

Siebenundsiebzig  Einzelzimmer und sechs Doppelzimmer, mit je einem Duschbad, sind einem  modernen technischen Standard entsprechend, unter planerischer Mitwirkung des Städtischen Hochbauamtes, entstanden.

Individuelles Wohnen

Der Anspruch unserer heutigen Zeit hat sich gewandelt. So steht ein behagliches Wohnen an erster Stelle, das mit einer modernen Pflege und ärztlicher Betreuung einhergeht. Vor einem gemeinschaftsbezogenen Angebot, steht die Individualität jedes einzelnen Menschen.

  • Stift zum Heiligen Geist
    Heiligengeiststraße 20
    30173 Hannover (Südstadt/ Bult)

    Telefon: 0511 | 2886-215
    Fax: 0511 | 2886-211

    info@stift-zum-heiligen-geist.de